
Prima Klima für Familien
Landesversammlung der Frauen-Union am 08.06.2006 in Gersthofen (bei Augsburg)
"Eine zeitgemäße Familienpolitik muss die modernen Lebensverhältnisse der Familien einbeziehen und es den Menschen ermöglichen, ihren persönlichen Lebensentwurf zu verwirklichen".
So lautet der Leitantrag der Frauen-Union der CSU, der in der Landesversammlung einstimmig beschlossen wurde.
350 Delegierte und Gäste diskutierten fast zwei Stunden mit der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend,
Ursula von der Leyen.
Die Ministerin stand Rede und Antwort und überzeugte mit Ihrem leidenschaftlichen Statement "Für Familien".
Eine anschließende Diskussionsrunde stellte die Erwartungshaltungen in den Mittelpunkt und machte deutlich, dass zwar schon vieles auf dem richtigen Weg sei. Dennoch gäbe es eklatante Probleme, die von Unions-Frauen sachkundig vorgetragen wurden.
Bezugnehmend auf die strukturellen Vorgaben für Gemeinden und Kommunen stand dabei auch die Finanzierung im Mittelpunkt.
Christa Stewens, Bayerische Staatsministerin für Arbeit, Sozialordnung, Familie und Frauen betonte dazu, dass sie natürlich liebend gerne noch mehr Mittel zur Verfügung stellen möchte. Es dürfe jedoch nicht abwegig erscheinen, die BürgerInnen, auch die ArbeitgeberInnen, mit ins Boot zu nehmen.
Interessante Beispiele kamen hierzu von Dr. Hans Höller, Leiter der Corporate Personnel Germany Siemens AG. Er betonte ebenfalls mehrfach, dass der Kontakt zum Beruf, zur Weiterentwicklung und zu den Betriebsabläufen, auch in der Elternzeit nicht abreißen dürfe. Hier müsse jeder Verantwortung zeigen.
Darüber hinaus gäbe es immer mehr Angebote für das Arbeiten von zuhause aus.
Dies seien wichtige Voraussetzungen für eine befriedigend Lebensplanung für Eltern und diejenigen, die es noch werden möchten.
Pragmatismus und die Fähigkeit unkonventionelle Lösungen umzusetzen bescheinigte Kathrin Walter, Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft, den Mütter beim Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit.
Ihre Studie zitierte Frau Walter mit vielleicht doch überraschenden Ergebnissen und wies darauf hin, was wir ja eigentlich schon immer wussten, dass Mütter eine große Bereicherung für Arbeitgeber sind.
Durch Effizienz, Organisationstalent, ausgeklügeltes Zeitmanagement und enormer Teamfähigkeit seien sie prädestiniert für eine neue berufliche Aufgabe, selbstverständlich auch im Management.
Bettina Bäumlisberger, Diplom Volkswirtin und Politredakteurin beim Nachrichtenmagazin Focus, bestätigte dies mit ihrem Projekt Burda-Bande.
Angesichts von fehlender Kinderbetreuung rief sie dieses erfolgreiche Projekt in Berlin ins Leben.
Einig waren sich alle darüber, dass die gesamtgesellschaftliche Akzeptanz Grundlage für jede Veränderung sei.
Kindererziehung muss vom Einzelproblem der Mütter zum gemeinsamen Anliegen aller werden.
Dass das Elterngeld dabei eine wichtige Grundlage für die Umsetzung der Forderungen darstellt wurde genauso bestätigt, wie das Recht der Männer auf ihre Vaterrolle. Die aber müssten die Möglichkeit haben nicht vorrangig nur Ernährer zu sein, sondern sich auf ihre Rolle als Erzieher auch einzulassen.
Im Foyer informierten über ihre Projekte und Angebote:
- Frauen-Union www.fu-bayern.de
- Katholischer Frauenbund (Augsburg)
- Donum Vitae (Augsburg) www.donumvitae-augsburg.de
- Landesverband der Unternehmer-/Meisterfrauen im Handwerk Bayern e.V.
Barbara Fröhlich gestaltete die Hintergrundmusik.

