Landesverband der Unternehmerfrauen / Meisterfrauen im Handwerk Bayern e.V.
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Bericht zum Landeskongress 2006 des Landesverbandes der Unternehmer-/Meisterfrauen im Handwerk Bayern e.V. 17./18. März 2006 in Schweinfurt Tagungsmotto  Gender Mainstreaming

 

Zugegeben, die Wahl unseres Tagungsmottos Gender Mainstreaming stellte uns nicht nur einmal vor die große Frage:  wie bringen wir´s rüber? Unternehmer- und Meisterfrauen beäugen nicht umsonst argwöhnisch neue Begriffe und Vorgaben! Meist resultiert für sie daraus ja nur Mehrarbeit. Unser Workshopangebot nutzen wir daher gezielt, um die Realität der Familienbetriebe mit dem Leitmotiv zu konfrontieren.

 

In den Workshops Burn Out – Brennen Frauen anders aus als Männer und Die 24-Stunden-Partnerschaft wurde Gender Mainstreaming beispielhaft von den Referentinnen Jutta Bauer und Elisabeth Rumpfinger dargestellt. Der geplante Workshop Frauen in der Unternehmensnachfolge musste aufgrund der  schweren Erkrankung unseres Referenten Prof.Dr. Hartmut Mohr leider entfallen.

Der erste Tag des Kongresses fand seinen Höhepunkt im Festabend. In den Grußworten von Heidi Engelbrecht, Vorsitzende Arbeitskreis Schweinfurt, Gudrun Grieser, Oberbürgermeisterin der Stadt Schweinfurt und Walter Stoy, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, wurde einmal mehr fest gestellt, das sich  Unternehmer- und Meisterfrauen auf die politische Unterstützung berufen können. Ganz besonders gilt dies wohl für die Region Unterfranken!

 

Auch in der Festrede zur Verleihung des Awards Femmy, die von der  parlamentarische Staatssekretärin für Wirtschaft und Technologie Frau Dagmar Wöhrl gehalten wurde, kam zum Ausdruck, dass unsere Leistungen für Wirtschaft und Gesellschaft unverzichtbar sind.

 

Der Preisträgerin Frau Christa Stewens, Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen gelang es in ihrer Dankesrede jede anwesende Unternehmer-/Meisterfrau ganz direkt an zu sprechen. Die Unwägbarkeiten, der sich jede von uns täglich ausgesetzt sieht, brachte Frau Stewens mit ihrer ganz persönlichen Darstellung zum Ausdruck. Auch sie sieht sich der Mehrfachbelastung ausgesetzt und forderte uns auf, trotzdem und gerade deshalb noch mehr für unsere Interessen zu kämpfen. Das war keine Dankesrede einer Politikerin an einen Verband, sondern die ganz persönliche Ansprache einer erfolgreichen Frau an ihre Mitstreiterinnen.

 

Eine besondere Ehre wurde an diesem Abend auch unserer Vorsitzenden Elisabeth Rumpfinger zuteil: der Handwerkskammerpräsident zeichnete sie für ihre Arbeit und ihr Engagement mit dem silbernen Standsiegel aus. „Wer seinen Mitgliedern mehr bietet als sie erwarten, der kann seinen Erfolg nicht verhindern“ erklärte der Präsident. Und fügte hinzu: „Aber für das goldene Standsiegel sind Sie mir einfach noch zu jung.“

 

Den Abschluss fand der gelungene Festabend in der Darbietung des komödiantischen Theaterduos Inge und Rita. Wir durften Gender Mainstreaming von der überspitzten, aber deshalb nicht weniger realistischen Seite erleben.

Zitat: Mein Mo is der Chef, ich mach bloßviel!“

 

Liebe Inge, liebe Rita, wir werden uns an Euch erinnern wenn wir wieder gleichzeitig unternehmerisch tätig sind, unseren administrativen Aufgaben nachkommen und nebenher noch die Familienarbeit erledigen. Nach wie vor betonen wir aber, unsere Ziele auch ohne den Einsatz von Waffen erreichen zu wollen!

 

Abschließend zum Festabend bleibt fest zu stellen, dass wir von unseren hochgeschätzten Gästen nicht den Part des lauschenden Publikums bekamen, sondern im Mittelpunkt standen.

 

Auch am zweiten Tag erlebten wir Zuspruch von Herrn Bürgermeister Otto Wirth, der zum Empfang ins Rathaus der Stadt Schweinfurt geladen hatte.
Der Bürgermeister, der dem Handwerk als Bäckermeister naturgemäß sehr nahe steht, zu den Unternehmer- und Meisterfrauen auch ein ganz persönliches Verhältnis hat, nämlich seine Frau, erläuterte den wirtschaftlichen Werdegang der Stadt.
In den Nachkriegsjahren, in denen Schweinfurt nicht nur mit dem Verlust seiner baulichen Geschichte konfrontiert war, zeigte sich das Handwerk als wahrhaftiger goldener Boden, aus dem die heutige Industrie- und Kunststadt erwachsen konnte.
Dies sei auch ein Verdienst der Frauen betonte Bürgermeister Wirth.
Und auch die Zukunft der Stadt, durch die Regionalpolitik in fester weibliche Hand, sei ohne die Leistungen der Frauen nicht zu sichern.
Gerne werden wir die Stadt Schweinfurt und die Region Unterfranken erwähnen, wenn es um ein reales Beispiel für das erfolgreiche Miteinander von Frauen und Männern geht.

 

Der Verlauf der Mitgliederversammlung, die am Nachmittag statt fand, zeigte einmal mehr, dass wir unsere Aufgaben pragmatisch angehen.
Die Aussprache zu den Geschäftsberichten verlief harmonisch, die Entlastung erfolgte einstimmig.
Für die Planung der künftigen Aktivitäten gab die Vorstandschaft zu bedenken, dass einige Vorstandsmitglieder für eine Neuwahl nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Eine daraus resultierende Neuausrichtung der Vorstandschaft wurde durch diese frühzeitige Bekanntgabe erleichtert. Die Mitglieder haben die Aufgabe erhalten, Kandidatinnen aus ihren Arbeitskreisen zu benennen.
Betont wurde von Susanne Kiemer, Schatzmeisterin, dass neue Vorstandsmitglieder  auf die noch bis Ende 2007 bestehende finanzielle Absicherung des Landesverbandes aufbauen können.
Zudem stelle die neue Website der UFH Bayern ein erstes Beispiel für die veränderte wirtschaftliche Ausrichtung des Verbandes. Künftig wird die institutionelle Arbeit des Verbandes von neuen Projekten getragen werden.

 

Durch den Vortrag von Kristin Stiehler zum Thema Betriebliche Altersvorsorge wurden die anwesenden Mitglieder wieder in die Gegenwart und die damit einhergehende und fortgesetzte Verunsicherung der Betriebe geführt.
Anschaulich stellte Frau Stiehler die bestehenden Vorgaben und Hintergründe zum Thema dar.
Aus der daraus resultierenden Verwirrtheit, die die Gesetzgebung ganz besonders für die KMU geschaffen hat, ist eine Marktlücke entstanden, die in er sich einige unseriöse Beratungsangebote finden. Hierzu warnt der Landesverband ausdrücklich vor schnellen Entscheidungen, deren Auswirkungen oftmals sehr problematisch für die Betroffenen sind.
Der Landesverband verweist auf das Angebot von Frau Stiehler, die gerne auch in den Arbeitkreisen zum Thema referiert.
Kristin Stiehler ist Mitglied im Arbeitskreis München. Ihre Adresse kann zudem über die Geschäftstelle des Landesverbandes erfragt werden.

 

Die Präsentation der ersten Phase des Projekts Internetplattform durch Susanne Kiemer und Andrè Gartner, ließ auch die Hintergründe über den erschwerten Start nicht offen. Da die Fördermittel für das Projekt länger als geplant auf sich warten ließen, konnte die Website erst zum Termin des Landeskongresses online gehen.
Die zweite Phase, Verlinkung der Arbeitskreise und Mitgliederbereich wird bereits erarbeitet. In der dritten Phase werden wir ein öffentliches Forum anbieten, das den Internetauftritt als Netzwerk abrunden wird.
Auch für Phase 2 und 3 wünschen wir uns die konstruktive Mitarbeit unserer Mitglieder und die Unterstützung durch Feedback!

 

Zur neuen Verwaltungssoftware Vereinsmanager beantworte Waltraud Fremdling, Mitglied im Arbeitskreis München, die anstehenden Fragen der Mitglieder.
Für die Vernetzung der Arbeitkreise zum Landesverband bietet sich das Programm hervorragend  an.
Wir hoffen, dass mit dem Vereinsmanager die zeitraubende für die Verwaltungsarbeit der Arbeitskreise ein baldiges Ende findet!

 

Ein letztes gemeinsames Kaffeetrinken gab uns dann noch einmal Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Und auf den, so die Bestätigung aller Teilnehmerinnen, wolle niemand verzichten. Viele Kontakte wurden geknüpft, viele Themen erörtert. Auch die Freude über das Wiedersehen bestärkt uns darin, dass Netzwerk nicht nur im Internet statt findet. Sich endlich mal in Ruhe austauschen zu können und Kontakte zu vertiefen ist Unternehmer- und Meisterfrauen ein wichtiges Anliegen und soll weiterhin unterstützt werden.

 

Ja, und dann war er auch schon vorüber, unser Kongress in Schweinfurt.
Viele liebevolle Gesten und Wünsche begleiteten uns auf unseren Heimwegen.

 

Wir alle werden uns noch lange und gerne an zwei ganz besondere Tage erinnern, die ganz im Zeichen der Unternehmer- und Meisterfrauen und dem Tagungsmotto Gender Mainstreaming standen.

 

Unser herzlicher Dank geht an unsere Gastgeberin Heidi Engelbrecht und ihren Arbeitskreis Schweinfurt.
Danke auch für die pragmatische Unterstützung von Sonja Rüter-Scheff und ihren  Arbeitskreis Ansbach.
Danke für die vielen Helferinnen, die ohne langes Lamentieren einfach mitgeholfen haben.

 

Vielen Dank den Referentinnen Jutta Bauer und Elisabeth Rumpfinger, Kristin Stiehler und Waltraud Fremdling.
Danke an Andrè Gartner, der bei der Erstellung der Website souverän an unserer Seite steht.
Danke an alle Teilnehmerinnen für ihr Kommen und ihre Mitwirkung. Ganz besonders auch an die Vertreterinnen der Arbeitskreise, die nicht im Landesverband organisiert sind.

 

Die Teilnehmerinnen des Landeskongresses bestätigten unsere Arbeit mit so viel positiver Resonanz, wie wir sie uns nur wünschen konnten. Wir  sind glücklich darüber, dass sich Planung und Organisation als erfolgreich erwiesen haben.

 

Abschließend dürfen wir nicht vergessen den Veranstaltungsort des Kongresses zu erwähnen. Das Kongresszentrum auf der Maininsel ermöglichte uns einen außerordentlichen Rahmen für unseren Landeskongress 2006.
Wir bedanken uns im Namen aller Teilnehmerinnen beim Hotelpersonal und ganz besonders bei Herrn Dominik Schmidt, der mit seinem Management als ruhender Fels in der Brandung alles bestens gelingen lies.
Voll und ganz konnten wir uns auf unsere Tagung konzentrieren und haben dabei die große Gastfreundlichkeit des Hotels Mercuré in Anspruch nehmen dürfen.
Es hat uns an gar nichts gefehlt!

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