Landesverband der Unternehmerfrauen / Meisterfrauen im Handwerk Bayern e.V.
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Bericht Bundeskongress UFH
13. - 15.10.2006 in Koblenz

 

Dem Tagungsmotto Mit Bildung in die Zukunft widmeten sich 250 Unternehmerfrauen im Handwerk. Trotz langer Anfahrtswege ließen es sich die Frauen nicht nehmen, ihre Solidarität und ihr Engagement für den Bundesverband zu zeigen. Belohnt wurde das Ehrenamt im Verband der UFH dann auch mit einer einzigartigen Veranstaltung.

In der Handwerkskammer Koblenz  wurde die Veranstaltung offiziell eröffnet.
Die Delegiertenversammlung endete mit der Neuwahl des Bundesvorstandes der Unternehmerfrauen im Handwerk.
Gewählt wurden:

Vorsitzende des Bundesverbandes der UFH   Ursula Jachnik
Stellvertretenden Vorsitzende                      Cornelia Philipp
Schatzmeisterin                                          Heidi Kluth 
Pressesprecherin                                        Regina Kuntsche
Schriftführerin                                            Astrid Vogel

 

Im Anschluss referierte Dr. Brigitte Sellach, Staatsekretärin a.D., zum wichtigen Thema Gender Mainstreaming.

Am Abend nahmen die UFH an der Preisverleihung im Wettbewerb "Meisterfrau des Jahres 2006" auf der Festung Ehrenbreitstein teil.
In seiner Begrüßung betonte Alexander Holzmann, Verleger von handwerk magazin und langjähriger Förderer der UFH, dass dies die letzte Preisverleihung an eine "Meisterfrau" sei.
Damit setze er die Leistungen der Frauen aber nicht herab!

Vielmehr stehe der Wettbewerb zukünftig unter der Wahl zur "Unternehmerfrau des Jahres". Es sei  höchste Zeit, dem Selbstverständnis der Mitunternehmerinnen in Familienbetrieben und auch den selbständigen Unternehmerinnen Rechnung zu tragen. Durch die zeitgemäße Bezeichnung "Unternehmerfrau" werde zudem das einheitliche Auftreten in der Öffentlichkeit unterstützt.
Seinen nachhaltigen Zuspruch für die Unternehmerfrauen im Handwerk bekundete Hendrik Hering, Staatsminister Rheinland-Pfalz in seiner Eigenschaft als Festredner. Dass Wirtschaft ohne die Leistungen der UFH nicht möglich sei, unterstrich er ebenso, wie die berechtiget Forderung der UFH nach Bildung.
Die Laudatio von Joachim Wohlfeil, Präsident der HWK Karlsruhe und Mitglied der Jury, richtete sich auf die Biografie und Schaffenskraft der diesjährigen Preisträgerin

"Meisterfrau des Jahres 2006", Anke Bünting-Walter.
Als selbständige Hörgeräteakustikmeisterin sei sie beispielhaft für die Leistungen der Frauen im Handwerk, die weit über die Aufgaben im Betrieb hinausgehen.
Anke Bünting-Walter wurde im handwerk magazin vorgestellt. Den Bericht finden Sie unter www.meisterfrau.de

 

Auch am zweiten Veranstaltungstag haben die UFH viel Zuspruch erfahren.
Dass Weiterentwicklung der UFH gem. dem Tagungsmotto mit Bildung in die Zukunft voran getrieben werden muss, bekräftigten der Ehrengäste in ihren Grußworten:
Hendrik Hering, Wirtschaftsminister von Rheinland-Pfalz
Albert Berg Winters, Landrat Mayen-Koblenz
Dr.h.c.mult. Karl Jürgen Wilbert, HWK Koblenz
Detlef Börner, Kreishandwerkerschaft Mittelrhein Koblenz
Rolf Stuppardt, IKK Bundesverband
Holger Zak, Signal Iduna
Eugenie Müller, Vorsitzende des UFH LV Rheinland-Pfalz

Die anschließenden Workshops von Prof.Dr. Annelie Keil und Dipl.Volkswirt Rolf Weidmann beschäftigten sich mit der Profilierung der UFH.
Annelie Keil, den UFH seit vielen Jahren verbunden, bot mit ihrem Referat "Die Frau im Zentrum der Führung" sehr anschaulich die Auseinandersetzung mit dem Thema an. Dass Führung für UFH eine ganz eigene Bedeutung hat, weil sie nicht nur die berufliche Seite anspreche, und dass ein Zentrum nicht  immer für alle sichtbar sei, fand in einem sehr lebendig dargebotenen Vortrag die Zustimmung der Teilnehmerinnen.
Der Workshop von Rolf Weidmann zum Verbandsmarketing spiegelte die Schwachstellen vom bisherigen Marketing der UFH. Dabei stellte er klar, dass auch mit noch so viel gutem Willen keine Lobby zu erreichen sei, wenn die Spielregeln der Öffentlichkeitsarbeit nicht beachtet würden.
Dieses Defizit wurde im anschließenden Erfahrungsaustausch, moderiert von Frank Wiercks, Chefredakteur handwerk magazin, bekräftigt.
Auch die Gespräche der Frauen untereinander griffen immer wieder die zentralen Punkte auf:

Einzigartig wurde dieser zweite Tag des Bundeskongresses umrahmt:
Die Schifffahrt auf der MS Rheingold von Koblenz nach Oberwesel, bot einen fantastischen Hintergrund für die Tagung.
In der Rolle von Miss Loreley erläuterte Vanessa Seipel, Repräsentantin Rhein-Touristik, am Nachmittag Sehenswürdigkeiten und sakralen Bauwerke des oberen Mittelrheintals. 2002 hat die UNESCO der Region den Status der Welterbestätten zuerkannt, worauf die Koblenzer UFH mit Recht stolz verweisen.
Den Abschluss fand der zweite Veranstaltungstag, und damit auch die Reise auf dem schwimmenden Tagungsbüro, mit einem grandiosen Feuerwerk der Stadt Oberwesel. Die zweistündige Rückfahrt nach Koblenz nutzten die UFH für Entspannung und feierten ihre neue Vorstandschaft.

 

Zu einer Stadtführung durch Koblenz nahm sich noch rund die Hälfte der Teilnehmerinnen am dritten Tag Zeit.

Sie erlebten eine unterhaltsame Führung, in der die zweitausend-jährigen Stadtgeschichte, aber auch die Koblenzer selbst, von einer sehr privaten und mitreißenden Seite gezeigt wurden.

 

Den Veranstalterinnen danken wir für einen grandiosen Kongress! Wir haben uns sehr wohl gefühlt in Koblenz! Danke für all Eure Mühen! Es hat sich für uns alle sehr gelohnt!

Mit unserer neuen Vorstandschaft stellen wir uns neuen Zielen und Herausforderungen. Ursula Jachnik hat sie mit einem Zitat von Johann Wolfgang von Goethe auf den Punkt gebracht:
"Aus den Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen"

In diesem Sinne freuen wir uns auf eine gute Zusammenarbeit mit dem neuen Bundesvorstand und auch auf ein baldiges Wiedersehen!

Landesverband der Unternehmer-/Meisterfrauen im Handwerk Bayern e.V.

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